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Das Lied der Leichtweisskinder PDF Drucken E-Mail

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Heinrich Anton Leichtweiß war ein freier Bürgersmann,
Bäcker, Wirt und Bürstenbinder – was der alles kann!
Eine Frau und sieben Kinder. Arbeit Tag für Tag.
Leichtweiß war ein guter Vater, der die Kinder mag.

Schlosserbauer Fürst von Nassau war ein großes Tier,
ließ die Leute für sich schuften - jeder weiß das hier.
Und das Wild in seinen Wäldern jagt er ganz allein.
Wer ihm quer kommt, ja, den wirft er ins Gefängnis rein.

Eine Wette, guter Leichtweiß, welche Schnapsidee!
Will beweisen, dass er einbricht und ich ihn nicht seh.
Doch man sieht ihn. Er verpetzt nix. Und da heißt es bald:
Mit Gewehr und Eisenfalle war er auch im Wald.

Hier das Schweigen. Dort Vermuten. Nassau tobt vor Zorn:
Ein Jahr Zuchthaus. Ohne Frage. Hat hier nichts verlorn.
Kein Beweis. Doch Fürstenwillkür. Nachbarn hetzt der Neid.
Vogelfrei am Ende ist er. Und die Welt wird weit.

Leichtweiß ist ein Vogelfreier. Macht sich gänzlich frei.
Wohnt in Höhlen. Jagt in Wäldern. Alles einerlei.
Doch zum Wild wird bald der Jäger, wird vom Fürst gejagt.
Frau und Kinder bleiben sitzen, traurig und verzagt.

Refrain:
Leichtweiß, wer weiß, wo du bist?
Mama weint und ruft nach dir.
Komm nach Haus und spiel mit mir.
Leichtweiß, wer weiß, wo du bist?
Mama weint und ruft nach dir.
Komm und spiel mit mir.

Refrain (nach der 5. Strophe):
Herrgott, Fürst und Polizei:
Papa ist kein wildes Tier!
Sprecht ihn frei und lasst ihn mir!
Herrgott, Fürst und Polizei:
Papa ist kein wildes Tier!
Er gehört zu mir!

Text und Musik: © Volker Gallé